KDE-Entwicklerkonferenz Akademy:Viel KDE 4.0 und eine neue Alpha-Version

Dieses Jahr fand die KDE-Entwicklerkonferenz an der University of Strathclyde in Glasgow statt und stand ganz im Zeichen der für Oktober angekündigten Version 4.0 der Desktop-Umgebung. Zwei Tagen Konferenzprogramm vom 30.06.-01.07. folgten ein Coding Marathon, der „Edu and Schools Day“, Tutorials und die Möglichkeit für Entwickler, sich in „Birds of a Feather“-Sessions (BoF) im kleinen Kreis zusammenzusetzen und an Projekten zu arbeiten.

Eine der Konferenz-Keynotes hielt Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth. Er formulierte 13 Herausforderungen, vor denen der freie Desktop steht. Am heftigsten diskutierten die KDE-Entwickler die Forderung nach regelmäßigen Releasezyklen, etwa alle sechs Monate, an die sich die großen Projekte wie Gnome, KDE und OpenOffice halten sollten. Das würde bei den Distributoren für mehr Planungssicherheit sorgen und die Benutzer hätten den Vorteil mit einer neuen Distributionsversion die aktuellsten Major Releases zu erhalten. Einige KDE-Entwickler fürchten, eine solche Releasepolitik sei nur schwer zu koordinieren und größere Änderungen liessen sich dadurch nur schwer planen.

Auf der Konferenz stellten die Entwickler vor allem Features von KDE 4.0 vor, beispielsweise die neue Desktop-Suche Strigi, KDE-Nepomuk, ein Framework, das KDE mit der Fähigkeit, Dateien anwendungsübergreifend zu verschlagworten, zum semantischen Desktop machen soll, und die neuen Composite-Features des KDE-Fenstermanagers KWin. Die Konferenz endete mit der Verleihung der Akademy Awards. Als bestes Programm wurde Sebastian Truegs Brennanwendung K3b ausgezeichnet, den Preis für die beste Non-Application heimste Matthias Kretz für das Multimedia-Framework Phonon ein und den Jury Award erhielt Danny Allen für seine Berichterstattung zur KDE-Entwicklung im Weekly Commit Digest.

Den 3.6. hatten die Akademy-Veranstalter zum „Edu and Schools Day“ erklärt. Helio Castro stellte den Classmate PC vor, ein Vortrag dokumentierte die Linux-Umstellung in den Schulen der kanarischen Inseln im Rahmen des Medusa-Projekts und Knut Yrvin stellte Skolelinux vor.

Begleitend zur Akademy erschien am gestrigen Donnerstag die zweite Alpha-Version von KDE 4.0. Am meisten hat sich bei Plasma, dem neuen KDE-Desktop, getan: Über so genannte Plasmoids lassen sich wie mit Superkaramba oder Gdesklets Informationen und Anwendungen wie Newsticker, Wettervorhersagen, ein Wörterbuch und Hardware-Informationen in die Arbeitsoberfläche einbetten. Außerdem ersetzen die System Settings (Systemeinstellungen) das KDE-Kontrollzentrum kcontrol. (amu/c’t)

Quelle: Heise.de

Linux-WLAN-Treiber von AVM

Der Berliner Kommunikationsgerätehersteller AVM hat den lange angekündigten Linux-Treiber für die WLAN-USB-Sticks Fritz!WLAN USB v1.0 und v1.1 veröffentlicht. Damit sollen die WLAN-USB-Adapter nicht nur das beschleunigte proprietäre Protokoll IEEE-802.11g++ beherrschen, sondern auch die Verschlüsselungstechniken WPA und WPA2 im Mixed Mode sowie Ad-Hoc-Verbindungen für WLAN-Netze ohne Access Point.

Das Treiberpaket ist zwar primär auf OpenSuse 10.2 ausgelegt, lässt sich laut Hersteller aber auch mit Gentoo Linux 2007.0 sowie Ubuntu 7.04 Feisty Fawn verwenden: Das Installations-Skript übersetzt den Treiber für den jeweils laufenden Kernel, so dass auch der Einsatz auf anderen Distributionen als den drei genannten möglich sein sollte. Der Treiber besteht aus einer nur in Binärform vorliegenden Bibliothek für 32-Bit-x86-Systeme und einem unter der LGPL veröffentlichen Treiber-Workframe, ein Einsatz auf 64-Bit-Linux-Systemen oder gar anderen Prozessorarchitekturen ist daher nicht möglich.

AVM hat in der Vergangenheit für viele seiner Produkte Linux-Treiber entwickelt, ist damit jedoch nicht immer auf Gegenliebe in der Entwickler-Gemeinde gestoßen, da es sich nicht um freie Software im Sinne der GPL handelte. Ende 2005 legte AVM die Treiber-Entwicklung für die Fritz-ISDN-Karten auf Eis, nachdem der Maintainer des Linux-PCI-Subsystems, Greg Kroah-Hartmann, als Warnschuss gegen die Hersteller einen Patch in einen Entwickler-Kernel einbrachte, mit dem sich keinerlei proprietäre Treiber mehr einbinden ließen. (mid/c’t)

Quelle: Heise.de

Bisschen Musik (07.07.2007)

Google gewinnt weiteren bekannten Linux-Entwickler

Robert Love, bis Anfang Mai bei Novell als Chef-Architekt für die Entwicklung des Linux-Desktops zuständig, wechselt zu Google. Dort verstärkt er das Team des Open-Source-Programms des Suchmaschinen-Betreibers, das unter anderem das Open-Source-Förderprogramm Summer of Code koordiniert. Weiterlesen »

Gentoo 2007.0 erschienen

Die Entwickler haben das Gentoo-Release 2007.0 mit dem Code-Namen Secret Sauce freigegeben. Der Erscheinungstermin der Distribution, die man speziell für die eigene Hardware aus den Quellen übersetzt, wurde mehrmals wegen Sicherheitslücken in wichtigen Paketen verschoben. Weiterlesen »

Linux-Live-CD für Xbox 360

Das Free60-Projekt hat das Image einer neuen Live-CD veröffentlicht, mit der man Linux auf der Xbox 360 laufen lassen kann. Die Live-CD basiert auf der Gentoo-Distribution und enthält die neuesten Patches für den Kernel 2.6.21. Sie läuft auf allen Konsolen mit den Firmware-Versionen 4532 und 4548. Eine Modifikation der Hardware ist nicht notwendig. Die Live-CD beeinflusst nicht die normalen Funktionen der Xbox 360, die weiterhin zur Verfügung stehen.

Die neue Gentoo LiveCD BETA v2 bringt unter anderem einen Gnome-Desktop, Firefox-Browser und den Personal Information Manager Evolution mit. Die neue Version unterstützt die USB- und SATA-Schnittstellen, allerdings noch keine Videobeschleunigung. Die Grafikausgabe erfolgt – wie auch bei dem offiziell unterstützten Linux für die Playstation 3 – über den Framebuffer. Verzichten muss man auf der Xbox 360 hingegen auf die Tonausgabe unter Linux.

„Wir sind noch immer weit davon entfernt, wo wir hin wollen,“ erklärt Projekt-Gründer Michael Steil, der schon an dem ersten Linux für die Xbox mitgewirkt hatte. Besonders schwierig sei die weitere Entwicklung aufgrund der fehlenden Dokumentation. Im Unterschied zum Elektronikkonzern Sony, der das freie Betriebssystem offiziell auf der Playstation 3 unterstützt, versucht Microsoft die Xbox 360 gegen Linux abzuschotten. Projekt-Mitarbeiter Felix Domke fordert Microsoft auf, die Pforten der Konsole für Linux und legale Software-Projekte zu öffnen: „Wenn die Menschen bei Microsoft einen legalen Weg für echte Homebrew-Entwicklungen angeboten hätten, so wie Sony, würden sie einer wesentlich kleineren Gruppe von Hackern gegenüberstehen, und es gäbe bis heute keinen Hack des Xbox-360-Kerns.“

Information: www.heise.de

Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber

Mit einer weiteren höchst umstrittenen Entscheidung der 24. Zivilkammer des Landgerichts Hamburg endete das Verfahren, das von dem Betreiber des „Supernature“-Forums„, Martin Geuß, angestrebt wurde, um Rechtssicherheit für Forenbetreiber zu erreichen. Nach dem nun im Volltext vorliegenden Urteil vom 27. April 2007 (Az. 324 O 600/06) haftet der Betreiber eines Internetforums grundsätzlich und auch ohne Kenntnis für sämtliche dort eingestellte Beiträge. Dieselbe Kammer des LG Hamburg hatte bereits mit der erstinstanzlichen Entscheidung im Rahmen des heise-Foren-Urteils für erhebliche Rechtsunsicherheit im Netz gesorgt. Weiterlesen »

v2.6/ChangeLog-2.6.21.1

commit 8d8b10482fffcb72b15515231bb942e2ad6395c9
Author: Greg Kroah-Hartman <gregkh@suse.de>
Date:   Fri Apr 27 14:49:26 2007 -0700    Linux 2.6.21.1
commit 3dff7c2995f65611d7def4a7b5dbbd8686b1d0ea
Author: YOSHIFUJI Hideaki <yoshfuji@linux-ipv6.org>
Date:   Fri Apr 27 02:13:02 2007 -0700
IPV6: Fix for RT0 header ipv6 change.
[IPV6]: Fix thinko in ipv6_rthdr_rcv() changes.
Signed-off-by: YOSHIFUJI Hideaki <yoshfuji@linux-ipv6.org>
    Signed-off-by: David S. Miller <davem@davemloft.net>
    Signed-off-by: Greg Kroah-Hartman <gregkh@suse.de>
commit ea7b9588095271bc8cb6a7125977a78d39822d44
Author: Sergey Vlasov <vsu@altlinux.ru>
Date:   Fri Apr 27 02:18:35 2007 -0700
IPV4: Fix OOPS'er added to netlink fib.
[IPV4] nl_fib_lookup: Initialise res.r before fib_res_put(&res)
When CONFIG_IP_MULTIPLE_TABLES is enabled, the code in nl_fib_lookup()
    needs to initialize the res.r field before fib_res_put(&res) - unlike
    fib_lookup(), a direct call to ->tb_lookup does not set this field.
Signed-off-by: Sergey Vlasov <vsu@altlinux.ru>
    Signed-off-by: David S. Miller <davem@davemloft.net>
    Signed-off-by: Greg Kroah-Hartman <gregkh@suse.de>

Information: http://www.kernel.org/

KOffice 1.6.2 veröffentlicht

Am 21. Februar 2007 wurde KOffice 1.6.2 für Linux und Unix-Betriebssysteme veröffentlicht. Die zweite Wartungsveröffentlichung der 1.6er Reihe bringt viele Fehlerbereinigungen mit sich. Aber auch neue Funktionen sind dabei z.B. einen Modus für Krita, der nur eine Bedienung von Kexi-Anwendungen zulässt, jedoch keine Änderungen. KOffice unterstützt das OpenDocument-Format. Es gibt bereits Binärpakete für Kubuntu und SUSE.Lesen Die die Ankündigung.

Koffice 1.6

Information: KOffice 1.6.2 veröffentlicht

Der dritte Entwickler-Schnappschuss für KDE4 ist verfügbar

Am 23. Februar hat das KDE-Projekt den dritten Entwickler-Schnappschuss von KDE4 veröffentlicht. Die Version 3.80.3 beinhaltet Quelltext von allen KDE-Modulen. Anwendungsentwickler sollten Ihre Arbeit von nun an unbedingt auf auf KDE4 konzentrieren. Diese Veröffentlichung kann mit Qt 4.2.1 aus den Quellen erstellt werden.

Information:  Der dritte Entwickler-Schnappschuss für KDE4 ist verfügbar (englisch)

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